Das Säure-Basen-Gleichgewicht


Immer öfter hören wir davon, dass in der heutigen Zeit die meisten Menschen, vor allem in den westlichen Industrieländern, übersäuert sind.
Aber was genau bedeutet Übersäuerung? Wodurch entsteht sie und wie kann man einer solchen entgegenwirken?

Voraussetzung für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt ist das Verhältnis der Säuren zu den Basen, das bei 2:8 liegen sollte, sprich: Für 2 mit der Nahrung aufgenommene säurebildende Lebensmittel werden 8 basenbildende benötigt, um ein Gleichgewicht zu gewährleisten. Dafür ist es notwendig, genügend basische Produkte zu verwenden.

Gemessen wird die Säuren- bzw. Basenmenge mit dem pH-Wert, dem für jedes Organ und jede Körperflüssigkeit ein individueller, optimaler Wert zu Grunde gelegt wird. Hier gilt, je niedriger der pH-Wert, desto mehr Säuren sind vorhanden. Ist der Wert im Normbereich, kann der Organismus optimal seine jeweiligen Aufgaben erfüllen.

Entgleist das gesunde Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushaltes, so versucht der Körper dieses wieder herzustellen. Das kann, bis zu einem gewissen Maß, über einen kürzeren Zeitraum durchaus gelingen. Wird unser Körper jedoch dauerhaft mit einer Säureflut konfrontiert, ist er mit der Regulierung überfordert und der Organismus übersäuert. Die ersten Folgen können an Haut, Haaren und Nägeln sichtbar werden. Auch Übermüdung, Stimmungsschwankungen und die Anfälligkeit für Entzündungen zeigen sich als erste Anzeichen der Übersäuerung. Basischer Tee, basisches Badesalz und eine ausgewogene Ernährung mit basischen Nahrungsmitteln helfen dem Körper das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Im Laufe der Zeit wächst das Risiko für gravierende gesundheitliche Probleme wie Schlaf- und Verdauungsstörungen, erhöhter Blutdruck, Allergien, Probleme mit dem Blutzuckerspiegel und mehr. Es besteht auch die Gefahr der Verschlimmerung bereits bestehender Krankheiten bis hin zu einem chronischen Verlauf.In den westlichen Industrieländern ist der Konsum ungesunder, vitalstoffarmer Lebensmittel, in Verbindung mit Stress und Bewegungsmangel an der Tagesordnung und das empfohlene Verhältnis von Säuren zu Basen eher umgekehrt. Das heißt, der Körper wird mit Säuren überflutet und es herrscht gleichzeitig ein Mangel an basischen Mineralstoffen.

Basische Mineralien wie Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium und Eisen werden für die Neutralisierung von Säuren benötigt. Gesunde, vitalstoffreiche Lebensmittel liefern diese Mineralien, ebenso basische Produkte, wie Basenpulver oder Basentabletten. Besteht die Ernährung jedoch aus stark industriell verarbeiteten und damit vitalstoffarmen Lebensmitteln, stehen diese dem Körper nicht zur Verfügung und er muss diese dringend benötigten Mineralien aus den körpereigenen Depots entnehmen. Diese befinden sich vor allem in den Knochen und Zähnen, im Haarboden, an den Blutgefäßwänden und im Bindegewebe. Werden die Depots nicht wieder aufgefüllt, da eine ständige Übersäuerung vorliegt, sind die Folgen Haarausfall, Karies, Rheuma, etc.

Was genau bewirken die basischen Mineralstoffe?

Sie neutralisieren die Säuren, in dem sie eine Verbindung miteinander eingehen. So entsteht Wasser und eine neutrale Verbindung, die als Salz bezeichnet wird. Diese Salze haben keine ätzende Wirkung wie die Säuren und können, wenn genug Kapazität bei den Ausscheidungsorganen wie Lunge, Niere und Haut vorliegt, von diesen aus dem Körper geleitet werden. Anderenfalls werden sie im Körper eingelagert und zu einem späteren Zeitpunkt, wenn Kapazitäten frei sind, ausgeschieden.